Über mich
Ich kenne ein Dasein, das stark vom Denken, Funktionieren und Anpassen geprägt ist und in dem sich Sinn nur punktuell im Körper zeigt.
Aus dieser Spannung heraus habe ich begonnen, nach anderen Wegen zu suchen. Was mich angetrieben hat, war ein sehr konkretes Bedürfnis: Ich wollte mich entspannen können. Weniger Anspannung spüren. Weniger Migräne haben. Mich gehen lassen können. Sprechen können, wenn ich sonst verstumme.
Was ich suchte war ein anderes Dasein, ein anderes Erleben von mir selbst, in meinem Körper und im Kontakt mit anderen Menschen.

Auf diesem Weg habe ich unterschiedliche Zugänge ausprobiert, unter anderem auch Tantra. Vieles davon hat mir Erfahrungen ermöglicht, die sich zunächst öffnend anfühlten. Erst später – nach der Geburt meines Sohnes – wurde mir klar, wie sehr ich dabei auch über meine eigenen Grenzen gegangen bin, und wie wenig diese Erfahrungen mich in meinem damaligen Alltag getragen haben.
Mit der Geburt meines Sohnes ist mein chronisch hohes Stresslevel unübersehbar geworden. Ein kleines Kind und andere enge Beziehungen haben mir nichts mehr „durchgehen lassen“. Mein Nervensystem wurde konstant gespiegelt.
In dieser Phase bin ich dem NeuroAffective Relational Model (NARM®) begegnet. NARM® wurde für mich zu einer Möglichkeit, Erfahrungen zu machen, die sich für mich neu anfühlten: dass Stress und Anspannung im eigenen Körper spürbar sind, und dass es dabei jemanden gibt, der mit mir und dem Unangenehmen in mir in Beziehung geht, ohne es zu bewerten oder zu erklären oder damit etwas machen zu müssen.
Ich habe dadurch lernen dürfen, Unterschiede darin zu bemerken, wie ich mir selbst begegne, und Stellen wahrzunehmen, an denen sich etwas lockert oder verändert.
Mir wurde immer klarer, dass wir alle lernen, uns für Beziehung anzupassen: dass wir manchmal auf uns selbst achten müssen, manchmal Bedürfnisse zurückstellen, und dass dies menschlich und verständlich ist und kein Zeichen von Versagen.
Der NARM®-Ansatz hat mir dafür eine Sprache gegeben und vor allem einen erfahrungsbezogenen Zugang ermöglicht.
Erst im Laufe der Zeit wurde mir bewusster, wie sehr mein Wunsch nach Veränderung selbst Teil meiner Geschichte ist – und wie viel darin nicht nur Lösungssuche, sondern auch ein tiefes Bedürfnis nach Kontakt und Sicherheit spricht.
Auch im Kontakt mit NARM® habe ich zunächst auf vertraute Weise über meine Grenzen hinweg gearbeitet. Das habe ich nicht aus Unachtsamkeit gemacht, sondern weil das lange mein gewohnter Umgang mit mir selbst war. Teil meines eigenen Weges ist es, mithilfe von NARM® Grenzen immer deutlicher zu spüren und darin Bedürfnisse wahrzunehmen, die sich zuvor nur als Anspannung oder Überforderung gezeigt haben.
In meiner Arbeit begleite ich Menschen, die sich nach mehr Kontakt mit sich selbst und anderen sehnen. Menschen, die merken, dass Beziehung, Verantwortung oder Führung oft mit Spannung verbunden sind, und neugierig sind auf unterschiedliche Weisen, Beziehung zu erleben.
Mir ist wichtig, eine Begleitung anzubieten, in der Empfindungen, Wünsche und Grenzen im Kontakt auftauchen können. Es geht mir um ein allmähliches Vertrauterwerden mit dem eigenen Erleben – im eigenen Tempo und mit all dem, was dabei an Sicherheit, Wärme oder Lebendigkeit erscheint.
Ich lebe und arbeite in Berlin und begleite Menschen online.
Ausbildung & Qualifikationen
Meine Arbeit gründet auf fundierter Ausbildung, kontinuierlicher Weiterbildung und eigener, langjähriger Erfahrung in traumasensibler, beziehungsorientierter Begleitung.
Therapeutischer Rahmen & NARM®
• Heilpraktikerin für Psychotherapie (Gesundheitsamt Tempelhof-Schöneberg)
• Fort- und Weiterbildungen im NeuroAffective Relational Model (NARM®), u. a.:
– Practitioner Training (Level II)
– Master Practitioner Training (Level III, laufend)
– Seminare zu Sex und Sexualität
bei Dr. Lawrence Heller am UTA Cologne, und Brad Kammer am Complex Trauma Training Center
Führung, Organisation & Elternarbeit
• Leadership Academy „Traumainformierte und kollektive Führung“ bei Tealbirds
• Ausbildung im Elterncoaching in der TransParents Akademie (laufend)
• Elterntraining „Beziehungsfähigkeit mit Kindern stärken“ bei TransParents
Körper-, Beziehungs- und Sexualitätsarbeit
• Langjährige Selbsterfahrung und Weiterbildung in körper- und beziehungsorientierten Ansätzen, u. a.:
– VITA Sacred Sexuality & Obliss Sexual Masterclass bei Layla Martin
Diese Erfahrungen bilden einen wichtigen Hintergrund meiner Arbeit, auch wenn sie nicht mein heutiges Angebot definieren.
Akademischer Hintergrund & internationale Erfahrung
• Universitärer Hintergrund mit interdisziplinärem Fokus in Soziologie, Urban Studies & Urban Design
• Promotion in Soziologie
• Studien- und Arbeitsaufenthalte in Niederlande, Türkei, England, Deutschland und Chile
Diese Zeit hat meinen Blick für kulturelle Prägungen, Beziehungsmuster und unterschiedliche Weisen, Mensch zu sein, nachhaltig erweitert.
Entscheidend ist für mich weniger die Summe der Ausbildungen als die Art, wie ich heute begleite: in respektvollem Kontakt mit dem individuellen Erleben meines Gegenübers.
