Haltung & Ansatz – NARM®


Das NeuroAffective Relational Model (NARM®) nach Dr. Lawrence Heller lädt ein, den Blick auf Sicherheit, Kontakt und Präsenz zu richten – und auf das, was sich zeigt, wenn diese im gegenwärtigen Erleben Raum bekommen.

Beziehung, Schutz und Lebendigkeit

Wir alle kommen mit einer natürlichen Fähigkeit und dem Impuls zur Verbindung auf die Welt –
 mit uns selbst und mit anderen.
 Diese Fähigkeit und dieser Impuls gehen nicht verloren. 
Aber sie werden im Laufe unseres Lebens oft überlagert.

Als Kinder passen wir uns an Beziehungen an. Nicht aus Schwäche, sondern aus Notwendigkeit.
 Wir lernen, Impulse zurückzuhalten, Bedürfnisse zu verschieben, 
und Wege zu finden, mit Nähe, Spannung und Beziehung umzugehen – oft, indem wir uns von Teilen unseres Erlebens entfernen.

Diese Schutzstrategien waren einmal sinnvoll.
 Sie haben geholfen, mit den anderen verbunden zu bleiben, oder innerlich zu überleben. Heute tauchen sie im Alltag oft auf als innere Anspannung, als Schwierigkeiten mit Nähe oder Grenzen, als das Gefühl, sich selbst nicht ganz zu spüren oder immer wieder gegen sich arbeiten zu müssen.

NARM® betrachtet diese Muster nicht als Fehler,
 sondern als intelligente Anpassungen an frühere Beziehungserfahrungen.
Außerdem greift NARM® den grundlegenden, organismischen Impuls zur Verbindung auf und orientiert sich daran, dass er erfahrbar wird, wenn sich unsere Schutzmuster und Anpassungsstrategien lockern.

Worum es in der Arbeit mit NARM® geht

NARM® ist kein Konzept, das du verstehen musst.

Und keine Technik, die du richtig anwenden sollst.

Es ist eine erfahrungsbezogene Begleitung, mithilfe derer du:

  • wahrnehmen kannst, was jetzt in dir geschieht
  • spüren lernst, wie du dich selbst regulierst
  • aufmerksam wirst für Stellen, an denen sich Wahl zeigt
  • und wie sich Kontakt anfühlt, während Schutz da sein darf oder sich verändern kann.
Foto: Sanftlebenprojekte

Im Mittelpunkt steht nicht, was mit dir passiert ist, 
sondern wie du heute mit dir und anderen in Beziehung bist.

Hier geht es weniger um Veränderung als um das Erleben von Sicherheit, Präsenz und Kontakt – und um Aufmerksamkeit für das, was daraus entsteht.

Grenzen und Selbsttreue in Beziehung


Viele Menschen haben gelernt, dass sie sich schützen müssen, um bei sich zu bleiben.


Grenzen setzen fühlt sich dann entweder hart an 
oder wird vermieden, um Beziehung nicht zu gefährden.

NARM® lädt dazu ein, Grenzen nicht als Abwehr zu verstehen, 
sondern als Ausdruck von Selbstkontakt.

Wenn Spüren von dem, was stimmig ist und was nicht, Platz bekommt, können „Ja“ und „Nein“ auftauchen, ohne gemacht werden zu müssen.

Beziehung und Selbsttreue müssen sich dann nicht mehr ausschließen.
 Sie können sich gegenseitig unterstützen.

Mögliche Erfahrungen in der Arbeit mit NARM®

Was in der Arbeit mit NARM® im Erleben auftaucht, ist individuell. Manche Menschen beschreiben unter anderem:

  • mehr Ruhe im Nervensystem
  • ein Körper, der weniger im Alarm ist
  • Klarheit, die nicht aus dem Kopf kommt, sondern sich stimmig anfühlt
  • Kontakt, der wärmer und echter wird
  • Entscheidungen, die sich innerlich tragen

Was sich zeigt, ist oft nicht spektakulär, sondern leise, verkörpert und im Alltag spürbar.

Foto: Sanftlebenprojekte

Für wen die Arbeit mit mir auf NARM®-Basis oft passend ist

In meiner Arbeit zeigt sich NARM® oft als stimmig für Menschen, die:

  • viel reflektieren und gleichzeitig merken, dass Erleben und Körper oft nicht mitgenommen sind
  • Nähe suchen und sie gleichzeitig schwierig finden
  • sich oft anpassen oder zurückziehen
  • sensibel sind und sich schnell überfordert fühlen
  • nicht noch eine Methode wollen, sondern ein anderes Erleben
Foto: Fabian Schroder